{"id":521,"date":"2010-12-01T12:09:53","date_gmt":"2010-12-01T11:09:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mystisch.net\/blog\/?p=521"},"modified":"2025-11-08T12:46:57","modified_gmt":"2025-11-08T11:46:57","slug":"radio-moskau-antwortet-auf-deutsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mystisch.net\/blog\/radio-moskau-antwortet-auf-deutsch\/","title":{"rendered":"Radio Moskau antwortet auf Deutsch"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_526\" aria-describedby=\"caption-attachment-526\" style=\"width: 671px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.mystisch.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Revox-reel-to-reel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-526\" src=\"https:\/\/www.mystisch.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Revox-reel-to-reel.jpg\" alt=\"Tonbandger\u00e4t\" width=\"671\" height=\"549\" srcset=\"https:\/\/www.mystisch.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Revox-reel-to-reel.jpg 671w, https:\/\/www.mystisch.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Revox-reel-to-reel-300x245.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 671px) 100vw, 671px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-526\" class=\"wp-caption-text\">Nicht nur hiermit kann man Tonbandstimmen aufnehmen, deren Herkunft nicht von dieser Welt ist. Das behauten zumindest Anh\u00e4nger der &#8222;paranormalen Tonbandstimmen&#8220; (engl. &#8222;electronic voice phenomenon&#8220; \u2013 EVP). Lizenz: Public Domain<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es war so um 1987 herum, als mich mein Arbeitskollege mit einer schwer verdaulichen, avantgardistischen Musik nervte. Die Arbeit verlangte enorme Konzentration. Die absonderliche Musik im Hintergrund, die jeden Tag lief, erschwerte die Arbeit. Es war das Album &#8222;Big Science&#8220; der US-amerikanischen Performance-K\u00fcnstlerin und Musikerin Laurie Anderson. Die Musik war dauernd Anlass f\u00fcr Konflikte zwischen meinem Arbeitskollegen und mir. Die Kassette wurde prim\u00e4r dann eingelegt, wenn ich gerade nicht am Platz war. Klar, da ist die Gelegenheit g\u00fcnstig, wenn der Kulturbanause sich nicht wehren kann. Erst schimpfte ich \u00fcber die Musik, irgendwann gew\u00f6hnte ich mich aber ganz langsam an sie. Irgendwann gefiel sie mir so gar (fast). Ein paar Jahre sp\u00e4ter kaufte ich mir die CD ganz freiwillig. Mein Kollege war fassungslos und erinnerte mich an meine fr\u00fchere Aversion gegen die Musik. \u00dcberlegungen, als Grund anzugeben, die CD rein als eine Art Erinnerung angeschafft zu haben, verwarf ich spontan. Das h\u00e4tte man mir auch nicht abgenommen. Also bekundete ich meine Zuneigung f\u00fcr die hervorragende Musik, auch wenn es mir nicht leichtfiel und ein Hitzegef\u00fchl im Gesicht verursachte.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/m_wlJUEdiRY\" width=\"640\" height=\"385\"><\/iframe><\/p>\n<p>Einen der Titel dieses Albums entdeckte ich heute auf YouTube. In &#8222;Example #22\u2033 ist Laurie Anderson sich nicht zu schade, das Thema &#8222;Paranormale Tonbandstimmen&#8220; (engl. &#8222;electronic voice phenomenon&#8220; \u2013 EVP) musikalisch und zweisprachig Englisch\/Deutsch aufzuarbeiten.<\/p>\n<p>Das Thema wird in der seri\u00f6sen Wissenschaft bestenfalls milde bel\u00e4chelt. Angeblich antworten Tote, wenn man sie etwas fragt und nebenbei einen ausl\u00e4ndischen, etwa russischen Radiosender oder einfach nur Rauschen auf Band aufnimmt, auf Deutsch. Zugegeben kann man auf einzelnen Aufnahmen tats\u00e4chlich Satzfetzen h\u00f6ren, die mit viel gutem Willen Deutsch klingen. Mit viel Anstrengung. Und meistens nur, wenn man vorher gesagt bekommt, was da zu h\u00f6ren ist. Das sagt eigentlich schon alles. Dass da wirklich Tote sprechen, glauben vermutlich nicht mal die Toten selbst.<\/p>\n<p>Dennoch hat die EVP-Community eine Menge Anh\u00e4nger. Unterhaltsam ist es allemal, wenngleich sehr wahrscheinlich nichts dahinter ist. Vielleicht kann man es aber auch als Hilfsmittel sehen, das ein Medium einsetzt. Also als Ersatz f\u00fcr ein Pendel oder ein Ouija-Brett.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war so um 1987 herum, als mich mein Arbeitskollege mit einer schwer verdaulichen, avantgardistischen Musik nervte. Die Arbeit verlangte enorme Konzentration. Die absonderliche Musik im Hintergrund, die jeden Tag lief, erschwerte die Arbeit. Es war das Album &#8222;Big Science&#8220; der US-amerikanischen Performance-K\u00fcnstlerin und Musikerin Laurie Anderson. 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